ADOLF LUTHER

19. Mai - 29. Juli 2017

Eröffnung am 18. Mai 2017, um 19 Uhr

Licht als Material und die Überwindung der herkömmlichen Darstellungsformen der Kunst kennzeichnen das Werk von Adolf Luther, einem der bedeutendsten Exponenten der Op Art, der Lichtkunst und der konzeptuellen Kunst in Deutschland. Seine unverwechselbaren Spiegelobjekte, Skulpturen und Lichtinstallationen haben in der Folge von ZERO den Kunstbegriff in den späten sechziger und frühen siebziger Jahren nicht nur erweitert, sondern grundsätzlich neu gefaßt. Bis heute üben die ebenso strengen wie poetischen Werke Adolf Luthers eine besondere Faszination aus, nicht zuletzt deshalb, weil der Künstler über die Beschäftigung mit dem Licht einen neuen Begriff der Wirklichkeit formulieren und einen Blick über die sinnlich wahrnehmbare Welt hinaus eröffnen wollte. Die Galerie Thomas Modern zeigt in ihrer Ausstellung neben zahlreichen Licht- und Spiegelobjekten auch einen der frühesten, damals bahnbrechenden Laserlicht-Räume Adolf Luthers.

"Die ganze Paradoxie des Lichtes besteht darin, daß es die ganze Sichtbarkeit enthält, selbst aber unsichtbar ist." (Adolf Luther)

Adolf Luther wurde 1912 in Uerdingen geboren und studierte zunächst Rechtswissenschaften in Bonn. Schon während seiner Tätigkeit als Jurist und Richter arbeitete er künstlerisch und setzte sich vorwiegend mit der Malerei auseinander. Seit 1958 konzentrierte er sich auf Licht und Bewegung als Material und gab seinen bürgerlichen Beruf auf, um sich ganz auf die Kunst zu konzentrieren. Adolf Luther wurde zu einem der Hauptvertreter der Lichtkunst, Op Art und konzeptuellen Kunst in Deutschland. Zahlreiche Ausstellungen, bedeutende Aufträge für Kunst im öffentlichen Raum und die Aufnahme in bedeutende Museumssammlungen belegen seine Bedeutung für die Kunstentwicklung seiner Zeit und bis heute. Adolf Luther starb 1990 in Krefeld.

Keine Dokumente gefunden.