George Condo auf der Biennale 2019

George Condo, zuvor in der Druckwerkstatt von Warhols Factory tätig, entwickelte sich Anfang der achtziger Jahre zu einem der jungen New Yorker Malerstars. Seitdem ist er aus der Gegenwartsmalerei nicht mehr wegzudenken. Berühmt und unverwechselbar sind Condos starkfarbige Malereien, die an Comiczeichnungen, Werbung, und nicht zuletzt an die Meister der modernen Kunst erinnern. Besonders in seinen Porträts, in welchen er seine Figuren mit grotesken, deformierten, karikaturhaften Köpfen und Gesichtszügen darstellt, werden Condos Bezüge zu Picasso, dem Surrealismus und der Pop Art, aber auch der Malerei seiner Zeitgenossen, wie etwa Keith Haring oder den Graffiti-Künstlern der damaligen Subkultur, sichtbar. In seinen neuen Gemälden, die nun in Venedig zu sehen sind, läßt Condo die Farbe bis auf metallische Lacktöne deutlich zurücktreten. Dominiert werden seine teilweise aggressiven, gar obszönen Bildfindungen von einem dichten Netz schwarzer Strichlagen, die wiederum an Undergroundcomics etwa eines Robert Crumb erinnern. So ist es durchaus ein ernsterer George Condo, der sich auf der Biennale präsentiert – aber auch bei der Komik seiner farbenfrohen Zerrbilder konnte das Lachen durch die brachiale Kritik des Künstlers an Kultur und Gesellschaft erstickt werden – sehenswert!

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