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Imi Knoebel

White Constellation

acrylic on fibreboard, on wood
1975/87
344 x 328 cm, 4-teilig / 135 3/4 x 129 1/8 in., 4 pieces
verso signed with monogram and dated '75 87'

Als Meisterschüler von Joseph Beuys und formal den Strömungen des Minimalismus und der ZERO-Bewegung nahestehend, sind es insbesondere die russischen Konstruktivisten mit dem Leitstern Malewitsch, die Imi Knoebels künstlerisches Werk tief geprägt haben. Dabei ging es Knoebel von Anbeginn um das Wesen von Bildern, nicht so sehr um inhaltliche Aussagen. Die Strenge, ja der Formalismus, mit dem Knoebel seine Untersuchungen und künstlerischen Befragungen des Bildes durchführte, ließen zunächst nur Schwarz, Weiß und den Farbton seiner Materialien – Holz und Pressspan – zu. Nach den weißen Bildern der späten sechziger Jahre experimentierte Knoebel zwischen 1970 und 1972 mit Lichtprojektionen, die das weiße Bildfeld – als Rechteck oder als Kreuz – unkörperlich in den Raum stellen konnten. Ziel war die weitgehende Entmaterialisierung des Bildes, um zu seinem Kern zu gelangen. Durch die perspektivische Verzerrung der Lichtprojektionen wurden aus rechtwinkligen Rechtecken Formen, die Knoebel mit „Drachen“ assoziierte und aus denen 1971 die perspektivisch verzogenen Rechteckbilder und schließlich die Konstellationen aus mehreren solcher Formen entstanden. In seiner ersten großen Einzelausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf 1975 hat Knoebel erstmals ein Rechteck schräg gehängt. Daher rührt die Doppeldatierung dieser Arbeiten: das Jahr 1975 als Jahr für die Entstehung der Konzeption und das Jahr der tatsächlichen physischen Herstellung der jeweiligen Arbeit, in diesem Fall also 1987.

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