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Georges Mathieu

Boulogne-sur-Mer 1921 - 2012 Paris

Georges Mathieu studierte er zunächst Literatur, Philosophie und Jura, begann jedoch im Alter von zwanzig Jahren, autodidaktisch zu malen, zunächst Landschaften und Portraits. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen arbeitete er als Dolmetscher für die US-Armee, später als Franzö-sischlehrer an der amerikanischen Universität in Biarritz. Nach dem Krieg begann er, zuneh-mend abstrakt zu malen, orientierte sich zunächst am abstrakten Expressionismus und erfand dann die organischere „Lyrische Abstraktion“. Er ging 1947 nach Paris, wo er im selben Jahr im Salon des Réalités ausstellte. Mathieu entwickelte ein Kunstverständnis, dessen Fokus nicht auf dem vollendeten Werk, sondern auf dem Akt der Schöpfung lag. Mathieu war der erste Künstler, der Malerei und Performance verband und vor Publikum malte. Er malte sehr schnell, denn er glaubte, nur so seine Inspiration unverfälscht übertragen zu können. Er wurde zu Lebzeiten berühmt und hatte Ausstellungen in der ganzen Welt. 1959 wurde Mathieu zur documenta in Kassel eingeladen. Mathieu verfaßte philosophische und theoretische Schriften, die die Grundlagen des Informel bildeten. 1963 erschien sein bedeutendster kunsthistorischer Text „De la révolte à la renaissance. Au-delà du Tachisme“. Mathieu ist einer der wichtigsten Vertreter des französischen Informel.

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