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Erich Heckel

Ziegelei / Häuser bei Rom (Landschaft bei Rom)

Öl auf Leinwand, beidseitig bemalt
1908 (Ziegelei), 1909 (Häuser bei Rom)
68,5 x 76 cm
monogrammiert und datiert unten rechts auf "Häuser bei Rom"

Für Heckel sind die Sommerfrischen 1907 bis 1910 in Dangast im Oldenburger Land von größter künstlerischer Bedeutung. Farbgebung, Komposition und Duktus ändern sich in diesen Jahren entscheidend. Landschaften, Schiffe, in die Landschaft integrierte Bauwerke und Gehöfte sind die vorherrschenden Sujets dieser Zeit. Die dargestellte „Ziegelei“ ist wohl die von Günther Lauw in Bockhorn bei Varel, unweit von Dangast. Das Gebäude hatte zwei unterschiedliche Schornsteine. In die sanft gewellte, dunkelgrüne Wiese schmiegt sich der flache Bau der Ziegelei, gelb und orangerot leuchtend. Die Schornsteine wachsen vertikal in den dunkelblau verhangenen Himmel und bilden einen geometrischen Kontrast zu der auch vom Duktus her horizontal angelegten Landschaft. Im Februar 1909 tritt Heckel eine Italienreise an. Er ist von Licht, Farben und den klassischen Monumenten sehr angetan. Dem Betrachter fächert sich in „Häuser bei Rom“ ein Spektrum an Farben auf: intensives Gelb, Grün, Blau und Rot gliedern sich in dynamischen Linien, Schraffuren und sanften Wölbungen zu einer Landschaft. Der Betrachter nimmt einen leicht erhöhten Standpunkt ein und folgt den locker gesetzten Pinselstrichen zu einer gelb getünchten Villa. Die Italienreise ist ein Meilenstein im Schaffen des Künstlers, der Jahre später noch konstatiert: „Es ist wohl sehr wichtig für uns, dieses südliche, reiche Land einmal gesehen zu haben, seinen hohen Maßstab an Kunstwerken empfunden zu haben, wenn man… den Blick für die eigene Aufgabe im Vaterland dadurch erst recht geschärft bekommt.“

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