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Max Ernst

Marine

Öl auf Karton auf Leinwand
1928
24,8 x 34,9 cm
signiert Mitte rechts

Ab 1925 schuf Ernst eine Reihe von Werken, die die im Meer untergehende Sonne zum Thema haben. Sie entstanden in einer schwierigen Lebensphase. Seit 1922 lebte Ernst mit Paul Eluard und seiner Frau Gala in einer ménage a trois. Eluard war mit der Situation nach eineinhalb Jahren unzufrieden, er trank und verlor Geld beim Glücksspiel. Im April 1924 vertraute sein Vater ihm 17.000 Francs an, die er zur Bank bringen sollte. Stattdessen reiste Paul Eluard nach Monaco, von wo aus er an seine Eltern schrieb und ein Schiff nach Singapur bestieg. Während der Reise schrieb er an Max und Gala, sie sollten ihm folgen. Am 11. August kamen Eluards und Ernst zusammen auf der SS Paul Lecat aus Singapur in Saigon an. Gala und Paul Eluard fuhren bereits am 23. August zurück nach Paris, während Ernst die Reise allein fortsetzte. Er besuchte Angkor Wat und das Volk der Moi. Am 13. September 1924 ging Ernst in Saigon an Bord der SS Affon. Es wurde eine denkwürdige Reise, die letzte Fahrt des 1901 in Italien gebauten Schiffes, das nun unter russischer Flagge fuhr und demnächst verschrottet werden sollte. Es sollte bis zum 11 Oktober dauern, bis Ernst in Marseille von Bord ging. Er zog aus dem Haus in Eaubonne aus, das er mit Gala und Paul Eluard bewohnt hatte, mietete ein Atelier in der Rue Tourlaque am Montmartre und fing fieberhaft an zu arbeiten. In zahlreichen Bildern verarbeitete er in den nächsten Jahren seine Eindrücke während der Schiffsreise.

Preis auf Anfrage

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