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August Macke

Lagernde Orientalische Reiter (nach Guys)

Öl über Tusche auf Holz
1910
29,5 x 39,5 cm
rückseitig mit Nachlaßstempel und bezeichnet 'Vr. 163 b', sowie 'August Macke 1910 / Lagernde Orientalische Reiter (nach Constantin Guys)'

August Macke und Elisabeth Gerhardt heirateten im Oktober 1909. Ihre Hochzeitsreise führte sie nach Paris. Elisabeth Macke, die ihren Mann in die Museen begleitete, schrieb in ihren „Erinnerungen an August Macke“: „. . .dann im Musée Carnavalet, wo August sich die großen Mappen mit Zeichnungen und Aquarellen von Constantin Guys geben ließ, nach denen damals kein Hahn krähte und die ganz primitiv untergebracht waren. Sie wurden wohl mehr als Zeitdokumente und Blätter eines Modezeichners angesehen denn als Kunst, und doch sind sie von wunderbarem, genialem Schwung.“ Constantin Guys (1802-1892) war Korrespondent und Kriegszeichner im Krimkrieg und schuf Aquarelle und Illustrationen für britische und französische Zeitungen. Später ließ er sich in Paris nieder und stellte überwiegend Gesellschaftsszenen dar. Elisabeth und August Macke beschlossen, ihr erstes Heim am Tegernsee einzurichten, wo sie im Oktober 1909 eintrafen. Im Sommer 1910 kam Elisabeths Bruder, Walter Gerhardt zu Besuch. Macke portraitierte den Freund und Schwager „Walter Gerhardt, im Sessel lesend“. Das Portrait malte er in Öl auf eine Holzplatte, auf deren andere Seite er entweder das Bild „Lagernde Orientalische Reiter (nach Guys)“ zuvor gemalt hatte oder danach malte. Macke schenkte seinem Schwager das Doppelbild. Walter Gerhardt behielt es bis zu seinem Tod im Jahr 1958. Erst später wurde die Holzplatte getrennt und die beiden Seiten gingen an verschiedene Familienmitglieder.

Preis auf Anfrage

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