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Imi Knoebel

Figur 15

Acryl auf Hartfaserplatte, auf Holz
1985
170 x 250 cm
rückseitig signiert und datiert

Die sogenannten „Figurenbilder“, die Imi Knoebel ab 1985 schuf, haben ihren Ursprung in dem Gedankenspiel um das „Balkonbild“. Dabei geht es um die Gesamtstruktur, die bei einem Blick auf DDR-Wohnblöcke durch die manchmal deutlich abweichende individuelle Gestaltung der völlig gleichförmigen, seriell gereihten Balkonfronten solcher Häuserblöcke sichtbar wurde. Dieses ohne Voraussetzung oder Plan durch die jeweils freie Gestaltung des Einzelnen entstandene Gesamtbild galt Knoebel als Metapher für das „reine, nie gemalte, verdeckte Bild“, dessen Präsenz sich in der Vorstellung einer „Energiefigur“ manifestiert. Dabei ist „Figur“ im abstrakten Sinne zu verstehen, nicht als Person. Die entscheidende Frage ist in diesem Zusammenhang, was in einem Bild diese Figur ist oder wo sie sich befindet. Formal nähert sich Knoebel diesem Problem durch die Gestaltung von mehreren Flächen, die einander eingeschrieben sind, allerdings nicht nur durch unterschiedliche Farbgebung, sondern auch ganz physisch durch die mechanische Verschachtelung einzelner Bildflächen. Zudem versteht Knoebel das Gemälde nicht mehr als bemalte Bildfläche, sondern als Objekt, das gleichermaßen zum Raumobjekt werden kann, und zwar in einen virtuellen Raum erweitert, der in der Vorstellungswelt des Betrachters liegt, so wie auch das „Balkonbild“ je nach Perspektive des Einzelnen völlig unterschiedlich und anders akzentuiert wahrgenommen werden kann.

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